Versöhnung mit dem eigenen Körper
Workshop für Behinderte und Nichtbehinderte
Datum: 20. bis
22. November 2009
Gesamtkosten: 200 €
Ort: Gästehaus Nemitzer Heide in Trebel
Unser Körper ist reich an vielfältigen Genussmöglichkeiten. Der Spaß am Sex
gehört genauso dazu wie die Freude an der Musik, die Lust an der Bewegung oder
die Leidenschaften des Gourmets. Doch Sexualität ist wie kein anderer Bereich
beladen, ja überladen mit vielfältigen Ängsten, Erwartungen, Aufgaben,
Schuldgefühlen, Hoffnungen, Verboten, Verunsicherungen und Tabus. Das ist bei
allen Menschen so.
Behinderte Menschen haben mit ihrem Körper zusätzliche Schwierigkeiten:
Weil unser Körper uns - je unterschiedlich nach den individuellen
Einschränkungen - Genussmöglichkeiten versagt bzw. uns sogar Schmerzen bereitet.
Weil viele in Erziehung und Beratung glauben, es sei besser, uns in
Enthaltsamkeit zu üben, da Erfüllung uns ja doch nicht möglich sei.
Weil in den verschiedenen Therapien uns unsere Körper als unvollständig und
heilungsbedürftig, als feindlich und hässlich entfremdet wurden.
Weil wir uns möglicherweise nicht mehr selbständig versorgen können und mit
unpersönlicher Assistenz leben oder in wenig lustvollen Einrichtungen.
Wir in Trebel versuchen, uns mit unserem Körper zu versöhnen, ihn neu zu
entdecken. Wir nutzen dazu tantrische Rituale und die Zusammenarbeit mit
SexualbegleiterInnen.
Den eigenen Körper neu zu entdecken, das ist oft Voraussetzung für mehr
Selbstbewusstsein und das wiederum hilft dabei, unter den erschwerten
Bedingungen einer Behinderung Beziehungen zu bekommen und zu erhalten.
Wir wollen unsere sinnlichen Bedürfnisse nicht mehr verdrängen!
Wir wollen unseren Körper als Quelle vieler lustvoller, sinnlicher und schöner
Erlebnismöglichkeiten erkennen. Damit wird er selbst schön für uns.
Wir wollen unsere Persönlichkeit als schöpferisch, kraftvoll und stark erkennen,
egal wie viele Muskeln uns noch zur Verfügung stehen.
Wir wollen in uns den Ursprung voller Lebensenergie freilegen und wir nutzen
dazu die Inspiration von Sexualität.
Tantra hilft uns dabei. Tantra kommt aus der buddhistischen und hinduistischen
Tradition. Tantra hilft uns, unsere ureigenste kosmische Kraft zu erfahren und
zu gestalten.
In unseren Workshops nutzen wir Rituale, Meditationen, Massagen und
Vereinigungen, was nicht ausschließlich körperliche meint. Immer auf der Suche
nach neuen Erfahrungen von uns selber.
Sexualbegleiterinnen und –begleiter sind uns Medien, dort wo wir solche brauchen
können.
Auf dem Weg, den eigenen Körper neu zu entdecken und sich mit ihm zu versöhnen,
sind übrigens nicht nur behinderte Menschen. Auch viele der nicht behinderten
Menschen wollen ein besseres Gefühl zur eigenen Körperlichkeit und eine
erfülltere Sexualität. Auch sie sind zu unseren Tantra-Workshops herzlich
eingeladen.
Im wendländischen Trebel (Ostniedersachsen) gibt es Gruppen von Menschen, die
lernen, wie sie erfolgreicher Beziehungen und Sexualität für sich erleben
können. Wir reden in anregender Atmosphäre - ohne Zwang und Stress -
miteinander. Bei guten Speisen und edlen Getränken ist nichts wie im Alltag.
Erotik soll dabei mehr sein als Sexualität.
Unser tantrisches Angebot für behinderte und nichtbehinderte Menschen wird
geleitet von Erich Hassler und Yvonne Marti Hassler.
Erich
Hassler
Erich ist hauptberuflich in der Haustechnik tätig. Er arbeitet seit 1999
nebenberuflich als Atemtherapeut und seit 2004 als Sexualassistent und
Sexualbegleiter in der Schweiz. 2005 bis 2006 wurde er zum Sexualbegleiter beim
ISBB ausgebildet. Außerdem ist Erich seit 1992 Sportlehrer und
Vereinsverantwortlicher im Behindertensport.
1998 besuchte er Seminare von SkyDancing Tantra Schweiz: Aman P. Schröder und
Doris Christinger.
2001 nahm er ein Tantra-Jahrestraining bei Dr. Robert Fischer und Surabhi
Schaubmaier: Mann-Frau-Symphonie. Erich war dann vier Jahre Assistent in diesem
Training.
Seit 2002 ist er zudem Assistent beim Männerprojekt „Der sexuelle Mann“ von
Robert Fischer.
Seit Jahren besucht er regelmäßig Seminare von Regula Schenkel: Tanz,
Meditation, Berührung, A Touch of Tantra.
„Das Leben wird für mich erfüllend in der beständigen Herausforderung, meine
Grenzen zu spüren und zu formulieren. – Grenzen sind Übergänge. – Ich liebe
Widersprüche, welche mich einladen, tiefer zu gehen als mein Verstand, aber die
auch meine kühnsten Träume übersteigen“.
Yvonne
Marti Hassler
Yvonne arbeitet in der Filmbranche und ist dort Geschäftsführerin in einem
mittelgroßen Betrieb.
1998 besuchte auch sie Tantra-Seminare von SkyDancing Schweiz. Sie nimmt
regelmäßig an Seminaren von Regula Schenkel teil: Tanz, Meditation, Berührung A
Touch of Tantra.
Yvonne und Erich Hassler wohnen in der Schweiz und gehen auch da einen
gemeinsamen Weg.
Wichtig ist beiden, dass alle Teilnehmenden des hier ausgeschriebenen Workshops
eigenverantwortlich handeln.

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bzw. 05848 204 309 (Gästehaus)
bzw. 01522 9523834 (Büro Berlin) (Handy)
Postanschrift:
Institut zur Selbst-Bestimmung
Behinderter, Nemitzer Str. 16, 29494 Trebel
Psychotherapeutische Praxis Berlin, Holzmarktstr.
69, 10179 Berlin (am Alexanderplatz)